500 bis 1.000 Läufer aus den neun Wupperkommunen (Marienheide, Wipperfürth, Hückeswagen, Radevormwald, Wuppertal, Remscheid, Solingen, Leichlingen, Leverkusen) und vom Wupperverband sollten am Wochenende an den Start gehen.
Ein hochgestecktes Ziel, das tatsächlich erreicht wurde: 502 „WupperRunner“ hatten sich angemeldet, um auf einer oder mehreren der zehn Etappen mitzulaufen. Und es waren noch mehr, denn bei dem optimalen Laufwetter gab es noch einige, die sich spontan an einem Etappenstart meldeten, um dabei zu sein. An jedem Etappenziel wurden die Läufer begrüßt – und vor allem von den beteiligten Vereinen mit Obst und Getränken versorgt. Die Stadtspitzen ließen es sich nicht nehmen, die Sportler gemeinsam willkommen zu heißen, bzw. sie auf die nächste Etappe zu schicken.
An den besonderen WupperRun-Programmpunkten waren auch Nichtläufer begeistert dabei. So schon am Samstagmorgen beim Start, hier wurde der Staffelstab mit Quellwasser aus der Wipper, wie die Wupper hier noch heißt, gefüllt.
Auch auf dem Wupperdamm gab es ein großes Hallo und es war ein beeindruckendes Bild, die große Gruppe der Läufer über den Staudamm der Wupper-Talsperre ankommen zu sehen.
Typisch bergisch war das Wetter dann erst mal am Sonntag, da standen die beiden schwersten Etappen an (von Wuppertal-Laaken bis zum Sportzentrum am Küllenhahn und von dort bis Solingen-Müngsten) und das auch noch bei strömenden Regen. Doch schon bei der Ankunft im Brückenpark hatte Petrus ein Einsehen und so kamen die Läufer nicht bei trommelndem Regen, sondern unter Begleitung einer Sambatrommelgruppe an.
Beim Zieleinlauf im Neulandpark in Leverkusen wurden die WupperRunner ein letztes Mal bejubelt, als sie ihre Runde durch die Sparkassenarena drehten.
Die Stimmung bei den Läufern war auch unterwegs immer gut, bestätigte Detlef Kietzmann vom Stadtsportverband Hückeswagen, der alle fünf Etappen am Samstag mitgelaufen war sowie die Zieletappe am Sonntag. „Es war toll, hier mal eben nicht gegen die Uhr zu laufen, sondern unterwegs die Möglichkeit zu haben, mit den Läufern aus anderen Kommunen ins Gespräch zu kommen und nebenbei noch die tolle Landschaft zu bewundern.“
Es hätten sich immer wieder neue Gruppen zusammengefunden. Das sei auch Sinn seiner Idee gewesen, die bereits 2003 – wie fast alle guten Ideen – bei einem Bier entstanden war. Sein „Wupperlauf“ hat schon dreimal stattgefunden. Dass daraus nun eine gemeinschaftliche Großveranstaltung mit diesem Erfolg geworden ist, freute ihn sichtlich.
Mit einem großen „Get-together“ der Veranstalter und Organisatoren - dazu auch viele WupperRunner der ersten neun Etappen – wurde der Abschluss einer gelungenen Gemeinschaftsveranstaltung gefeiert.
Alle Beteiligten sind sich eigentlich schon einig – das machen wir nochmal!
In zwei Jahren sollte es eine Neuauflage geben. Und dass dieses nicht nur kommunenübergreifende, sondern auch überregionale Projekt nicht das einzige bleibt, machten die Spitzen von Wupperverband, Regionale 2010 und Bergischer Entwicklungsagentur an verschiedenen Stellen deutlich. Schließlich verbindet uns alle die Wupper und entlang unseres Flusses gibt es noch einiges zu tun. Sport, Landschaft, Wasserwirtschaft – „Regionenentwicklung live“, kann als Resümee der Veranstaltung gesagt werden. Die Wupper hat sich durch die Investitionen und Anstrengungen vieler vom einstigen Industriefluss wieder zu einem Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Erholungsraum für Menschen entwickelt. Der Fluss als „Lebensader“ und verbindendes Element dieser Region – dies wurde durch den WupperRun erlebbar.